Die Ursprache "Tanzen"



Musiksoziologische Aspekte des Tanzes

Tanz ist ein Phänomen, das in allen Kulturen und Epochen auftritt. Die Tänze haben ihren Ursprung nicht nur in der Freude an der Bewegung, sondern in dem Wunsch, tanzend mit Gottheiten und Geistern in Verbindung zu treten.

Kult:
Tanzen ist ein wichtiger Bestandteil der menschlichen Kultur Es gibt kein Volk auf der Erde, dass nicht über eine Art des Tanzes verfügt. In dem in Brasilien weit verbreiteten Candomblé – Kult verehrt man Gottheiten afrikanischer Herkunft und vertraut seltsamen Zauberpraktiken. Vor allem Tänzerinnen bewegen sich zum Rhythmus der immer schneller gespielten Röhrentrommeln. Das Ziel ist die Ekstase.

Mythologische Erzählung:
Nach der Vorstellung der Hinduisten hat Gott Shiwa den Kosmos mit einem Trommelschlag geschaffen und mit seinem Tanz hält er nun die Schöpfung in Gang. In einem südindischen Kunsttanz werden durch Mimik und Gestik Gefühle und unter anderem auch Episoden aus dem Leben des Gottes Krishna und seiner Geliebten Radha dargestellt. Repräsentation: Das ca. ab 1580 am französischen Hof gepflegte Ballett, eine Vereinigung von höfischem Festzug und Maskenspiel, diente dazu den König zu unterhalten. Bevorzugter Tanz der höfischen Gesellschaft war das Menuett.

Geschichte:
Vor der Ankunft der spanischen Eroberer stellten die zentralamerikanischen Indios in ihren Tanzdramen sagenhafte und religiöse Themen dar. Diese „heidnischen“ Tänze erinnerten zum Teil auch an Menschenopfer bei den Azteken und Mayas. Deshalb verbot die katholische Kirche die Ausführung dieser Tänze, man vernichtete die dabei verwendeten Musikinstrumente und gab den Tänzen neue Inhalte.

Ausdruck:
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts strebten schöpferische Tänzerinnen andere Formen des Tanzes an, nicht die starren Formen des klassischen und romantischen Balletts, sondern den Modern Dance. Improvisation und Ausdruck stehen im Vordergrund und das Streben nach Natürlichkeit und Ausdruck prägt auch die verschiedenen Varianten des modernen Tanzes. ( z.B. Afro-Dance und Jazz-Dance )

Dramatisches Spiel und Schönheit der Bewegung:
Am Beginn des klassischen Balletts stand der aristokratische Tanz, der in der frühen Barockzeit an den Höfen in Wien oder Paris dazu verwendet wurde, um die Monarchen zu unterhalten. Ab der Mitte des 18. Jahrhunderts verband man Tanz und Pantomime, um dramatische Handlungen wiederzugeben. Das enge Korsett und die bis dahin üblichen Masken der Tänzer verschwanden, das Trikot und der mit dem Spitzenschuh möglich gewordene Spitzentanz haben dem Ballett neue Ausdrucksweisen eröffnet.

Freude an der Bewegung, Sport, Akrobatik:
Es gibt verschiedene Arten:
+Aerobic ist eine rhythmische Gymnastik zu Musikbegleitung. Damit kann man die zum Tanzen nötige Beweglichkeit und Kondition erlangen.
+Der Afro-Dance läßt dem Tänzer viel Freiheit, deshalb braucht er Phantasie und die Fähigkeit zur Improvisation.
+Im Blues-Tanz gibt es festgelegte Schritte und das Bemühen um schöne, harmonische Bewegungen.
+Der Jazz-Dance enthält Elemente von Afro- und Blues-Tanz, des gesellschaftlichen Balletts, der Gesellschaftstänze und des Ausdrucktanzes mit dem Ziel einer klaren, rhythmischen Bewegung.

Von der Gesellschaft vorgesehene Art der Unterhaltung und Begegnung:
Tanzen war seit den Anfängen eine Form, sich einem möglichen Partner zu nähern und um seine Liebe zu werben. Die Bewegung im Tanz musste dabei immer schon berücksichtigen, was „Sitte“ und „Anstand“ jeweils erforderten. Jedoch das Wichtigste ist, dass die Freude, das Vergnügen und der Spaß an der Bewegung nicht verloren gehen.

Auszug aus der Quelle: http://www.referate10.com/referate/Sonstige/3/Tanz-reon.php

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